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Beide, „Geber“ und „Empfänger“ sollten mental auf die Massage eingestellt sein. Die Kommunikation sollte so minimal als möglich gehalten werden. Dies ermöglicht eine starke Entspannung. In der Regel meditiert der „Geber“ ein paar Minuten um sich voll und ganz auf die Massage konzentrieren zu können. Eine Meditation des „Empfängers“ kann dies noch steigern.
Jeder Druck, sowohl vom Daumen, der Handfläche, dem Knie oder Fuß muss langsam aber kräftig mit einer fließenden Bewegung durchgeführt werden. Der „Geber“ sollte sich langsam mit seinem Köpergewicht in jeden Druck lehnen. Wenn genügend Druck aufgebaut ist sollte der „Geber“ diesen für ca. 5 Sekunden halten in dem er von 1 bis 5 zählt. – Danach den Druck langsam nachlassen und zum nächsten Druckpunkt gehen.
Vor jedem Druckpunkt atmet der „Geber“ tief ein um dann beim nach vorne lehnen und Druck ausüben langsam wieder aus zu atmen. Auf diese Weise, so glaubt man, geht die Lebensenergie – das Chi – des „Gebers“ auf den „Empfänger“ über. Durch das Berühren (Massieren) mit beiden Händen agieren diese als Plus- und Minuspole und es entsteht ein Kreislauf der Lebensenergie.
In der orientalischen Medizin glaubt man an die Theorie, dass Gesundheit das Ergebnis einer uneingeschränkt fließenden Lebensenergie ist. Krankheiten setzen folglich dann ein, wenn dieser Kreislauf unterbrochen bzw. blockiert ist.
Einer der Hauptzwecke einer Massage wird folglich darin gesehen, die Strömung des Chi wieder herzustellen bzw. zu erhalten.
Die Geschwindigkeit und der Rhythmus der Bewegungen wird langsam, gleichmäßig und regelmäßig durchgeführt. Der „Geber“ wird bemüht sein, den Kontakt mit dem „Empfänger“ während der ganzen Sitzung aufrecht zu erhalten damit dieser Fluss der Berührungen nicht unterbrochen wird. Diese langsamen und gleichmäßigen Bewegungen haben auch eine hypnotische und erholende Wirkung auf den „Empfänger“.
Der „Empfänger“ sollte seine Augen geschlossen halten und sich auf die Massage konzentrieren. Ohne eine visuelle Ablenkung wird die Wirkung der Massage ebenfalls gesteigert.
Verspürt der „Empfänger“ einen starken Druck so sollte er ausatmen, denn einatmen erzeugt Widerstand, ein Gefühl von Unbehagen. Das Ausatmen trägt ebenfalls zur Befreiung von negativen Einflüssen wie zum Beispiel Alltagssorgen bei.
Der „Empfänger“ sollte eine Rückmeldung zu Geschwindigkeit, Rhythmus und Stärke des Druckes geben, so dass sich der „Geber“ auf den „Empfänger“ einstellen kann um die maximale Wirkung einer Massage zu erhalten.
Nach einer Massage sollte der „Empfänger“ sich für ein paar Minuten entspannen und die Wirkung der Massage – das Gefühl von Wohlbehagen – auf sich wirken lassen und genießen. Hierfür wird in vielen Instituten dem „Empfänger“ eine Tasse Tee angeboten.
Ein ideales Ergebnis einer Massage erhält man, wenn „Geber“ und „Empfänger“ einen Zustand der Harmonie und somit einen regelmäßigen Fluss der Lebensenergie erreicht haben.
Eine gute Massage ist nicht nur eine Aneinanderreihung von mechanischen Techniken / Bewegungen. Um eine erfolgreiche Wirkung zu erhalten ist vor allem das abgestimmte Handeln von Körper und Geist sowohl für den Massierenden (Geber) als auch für den Massierten (Empfänger).
Die folgenden Regeln beschreiben die Prinzipien einer guten Massage. Ist sich sowohl der „Geber“ als auch der „Empfänger“ deren bewusst, so kann dies den Erfolg bzw. die Wirkung der Massage erheblich steigern.
