Eine gute Massage ist nicht nur eine Aneinanderreihung von mechanischen Techniken undBewegungen. Um eine erfolgreiche Wirkung zu erhalten ist vor allem das abgestimmte Handelnvon Körper und Geist sowohl für den Massierenden (Geber) als auch für den Massierten(Empfänger).Die folgenden Regeln beschreiben die Prinzipien einer guten Massage. Ist sich sowohl der„Geber“ als auch der „Empfänger“ deren bewusst, so kann dies den Erfolg bzw. die Wirkung der Massage erheblich steigern.•Beide, „Geber“ und „Empfänger“ sollten mental auf die Massage eingestellt sein. DieKommunikation sollte so minimal als möglich gehalten werden. Dies ermöglicht einestarke Entspannung. In der Regel meditiert der „Geber“ ein paar Minuten um sich voll und ganz auf die Massage konzentrieren zu können. Eine Meditation des „Empfängers“ kanndies noch steigern.•Jeder Druck, sowohl vom Daumen, der Handfläche, dem Knie oder Fuß muss langsamaber kräftig mit einer fließenden Bewegung durchgeführt werden. Der „Geber“ sollte sichlangsam mit seinem Köpergewicht in jeden Druck lehnen. Wenn genügend Druckaufgebaut ist sollte der „Geber“ diesen für ca. 5 Sekunden halten in dem er von 1 bis 5zählt. – Danach den Druck langsam nachlassen und zum nächsten Druckpunkt gehen.•Vor jedem Druckpunkt atmet der „Geber“ tief ein um dann beim nach vorne lehnen undDruck ausüben langsam wieder aus zu atmen. Auf diese Weise, so glaubt man, geht dieLebensenergie – das Chi – des „Gebers“ auf den „Empfänger“ über. Durch das Berühren(Massieren) mit beiden Händen agieren diese als Plus- und Minuspole und es entstehtein Kreislauf der Lebensenergie.In der orientalischen Medizin glaubt man an die Theorie,dass Gesundheit das Ergebnis einer uneingeschränkt fließenden Lebensenergie ist.Krankheiten setzen folglich dann ein, wenn dieser Kreislauf unterbrochen bzw. blockiertist.Einer der Hauptzwecke einer Massage wird folglich darin gesehen, die Strömung desChi wieder herzustellen bzw. zu erhalten.•Die Geschwindigkeit und der Rhythmus der Bewegungen wird langsam, gleichmäßig undregelmäßig durchgeführt. Der „Geber“ wird bemüht sein, den Kontakt mit dem„Empfänger“ während der ganzen Sitzung aufrecht zu erhalten damit dieser Fluss derBerührungen nicht unterbrochen wird. Diese langsamen und gleichmäßigen Bewegungenhaben auch eine hypnotische und erholende Wirkung auf den „Empfänger“.•Der „Empfänger“ sollte seine Augen geschlossen halten und sich auf die Massagekonzentrieren. Ohne eine visuelle Ablenkung wird die Wirkung der Massage ebenfallsgesteigert.•Verspürt der „Empfänger“ einen starken Druck so sollte er ausatmen, denn einatmenerzeugt Widerstand, ein Gefühl von Unbehagen. Das Ausatmen trägt ebenfalls zurBefreiung von negativen Einflüssen wie zum Beispiel Alltagssorgen bei.•Der „Empfänger“ sollte eine Rückmeldung zu Geschwindigkeit, Rhythmus und Stärke desDruckes geben, so dass sich der „Geber“ auf den „Empfänger“ einstellen kann um diemaximale Wirkung einer Massage zu erhalten.•Nach einer Massage sollte der „Empfänger“ sich für ein paar Minuten entspannen und die Wirkung der Massage – das Gefühl von Wohlbehagen – auf sich wirken lassen undgenießen. Hierfür wird in vielen Instituten dem „Empfänger“ eine Tasse Tee angeboten.•Ein ideales Ergebnis einer Massage erhält man, wenn „Geber“ und „Empfänger“ einenZustand der Harmonie und somit einen regelmäßigen Fluss der Lebensenergie erreichthaben.